Zum Cenobio de Valeron - Kultstätte der Ureinwohner

Kornlager, Kloster oder Kultstätte? Das ist hier die Frage!

Dieses Höhlensystem besteht aus mehr als 300 Kammern und ist eines der wichtigsten und sehenswertesten Kultplätze der Canarios, welche die Ureinwohner Gran Canarias waren. Die in Basaltgestein geschlagenen Höhlen und Kammern sind untereinander durch ein kompliziertes System von Gängen und Korridoren verbunden und erinnern ihrer Form an Bienenwaben.

Einkerbungen, in den Stein gehauene Treppen, sowie Löcher in denen einst höchstwahrcheinlich die Balken von Holztreppen Halt fanden, zeugen davon, dass dieser Ort höchstwahrscheinlich ganzjährig von den Guanchen bewohnt wurde.

Über den Sinn und die Funktion dieser "Bienenwaben" menschlichen Ursprungs herrscht in der Fachwelt noch Rätselraten. Im Groben gibt es 2 wahrscheinliche Theorien: "Die Klostertheorie" und die "Kornlagertheorie". Die erstere sieht in diesem Höhlensystem ein ehemaliges Mädchenkloster, in dem die sogenannten Harimaguadas eine Zeit lang enthaltsam lebten und ein tief religiöses und spirituelles Leben führten, bevor sie "reif" dafür waren Adelige und Könige zu heiraten.



Die zweite, neuere und unromantischerer Theorie sieht in diesem Ort nichts anderes als ein einfaches Kornlager. Diese Theorie soll auch die Tatsache unterstützen, dass sich direkt über dem Cenobio de Valeròn ein sogenannter Tagoror befindet. Als Tagoror wurden von den Canarios (Ureinwohner Gran Canarias) Versammlungsplätze bezeichnet, die oft auch gleichzeitig als Spähposten dienten. Der Tagoror des Cenobbio de Valeron besteht aus 8 Steinsitzen, einem Altarstein und einer Vertiefung, welche Schauplatz diverser schauderlicher Opferszenen gewesen sein sollen.

Eintritt: rund 3 Euro