Ausflug ins Fischerdorf Caleta de Arriba

Die "Fischerfestung" in der die Katzen das sagen haben und Touristen noch auffallen .

Dieses bunte Fischerdorf trohnt wie ein Festung auf einem in den Atlantik und die wilde Brandung ragendem Felsvorsprung. Ganzährig wälzt sich hier die mächtige Brandung gegen die schwarzen Vulkanfelsen und erfüllt die Atmosphäre mit einer salzigen Feuchtigkeit und einem entspannenden Rauschen.

Katzen wie Menschen blicken neugierig und skeptisch in Richtung des bis an die Zähne mit Kamera und Surfbrett bewaffneten Giri (= spanische Bezeichnung für hellhäutige und blonde Touristen). Wobei die menschlichen Einwohner des Dorfes freundlich grüssen und die tierischen, die hier in Form von vor allem schwarzen Katzen in der Überzahl sind, lecken sich gleichgültig das Fell und scheinen arrogant durch den fremdländischen Besucher hindurchzublicken. Faul und sonnenverwöhnt halten sie in den am Ortshafen liegenden Fischerbooten und anderen warmen Ecken ihre nach dem Mausfang oder in diesem Fall wohl eher Fischfang, verdiente Siesta.

Die Türschlässer scheinen hier nur aus reiner Zierde angebracht geworden zu sein, denn jeder kennt jeden und tagsüber stehen obwohl weit und breit kein Hausbesitzer zu sehen ist, viele Türen sperrangelweit offen. An den Türklinken baumelt in Plastiksäcken die morgendliche Lieferung des Bäckers und ein paar Einheimische renovieren die entlang der Steilküste führende und vor Abstürzen schützende Ziegelmauer.

Der weltbekanne "Knochenbrecher-Surfspots" El Frontòn und der etwas sanftere namenslose Spot, den wir spontan auf "El Capullo" tauften, liegen direkt vor diesem Ort. Ein alter Fischer, der ziel- und scheinbar aufgabenlos durch den Ort schlendert, meint angesprochen auf El Frontòn nur:

" Estos que se tiran alli estan locos!" - "Die die sich dort reinhaun, sind verrückt."



Von einem schön ausgestalteten Aussichtspunkt am Rande des Dorfes blickt man wie von einer Tribüne auf die beiden Surfspots und spätestens nachdem man von hier aus das Treiben am Surfspot Fronton einige Minuten beobachtet hat, wird man dem alten Mann, ist man nicht ein erfahrener und extrem guter Surfer oder Bodyboarder, kopfschüttelnd zustimmen.

Mit dem Auto

Die Anfahrt folgt von Galdar aus in Richtung Playa del Agujero.
Im Zentrum Galdars finden sie zahlreiche Hinweisschilder, die den Weg
anzeigen. Auf halbem Weg finden sie ein weiteres Schild,
welches den Weg in Richtung Caleta de Arriba anzeigt.

Mit dem Bus

Den Busbahnhof San Telmo in Las Palmas verlassen die beiden Buslinien 105 und 103 in Richtung Galdar. Ab 7.00 Uhr morgens gehen die Busse 2x stündlich. Kostenpunkt für Hin- und Rückfahrt nur 5,20 €. Von Galdar aus kann man entweder zu Fuss durch die Bananeplantagen nach Caleta de Arriba wandern oder aber ein Taxi für rund 2,50 € nehmen.