Steinsitze der Ureinwohner mit Blick über Nordküste

Mystisches zwischen Galdar und San Felipe

Beim Tagoror del Gallego handelt es sich wohl um eine der spektakulärsten archäologischen Fundstätten der Ureinwohner Gran Canarias. Wir sprechen hier von sechs in Stein gehauenen Sitzen, welche spektakulär auf dem die Regionen Galdar und Las Palmas trennendem Hügel liegt. Die Ureinwohner hielten hier wohl Zeremonien und Treffen der Adeligen aus den beiden Regionen ab

Diese Steinsitze befinden sich auf einer direkt am Gipfel des Berges Gallego gelegenen "Hochebene". Der Aufstieg erfolgt vom gleichnamigen Dorf Gallego aus. Sobald das Bellen der Hunde verstummt ist (einen Hund hat in den Bergen Gran Canarias fast jedes Haus), herrscht hier eine faszinierende Ruhe. Die Geräusche der Natur wie Wind, Wellen und der eigene Atem treten wieder hervor aus dem sonst herrschenden Lärmpegel der Moderne.

Landeinwärts blickt man auf die höchsten Berge Gran Canarias und oberhalb einer tiefen Schlucht trohnt auf vor allem im Winter (Regenzeit) vor Feuchtigkeit grün leuchtenden Felsen das Dorf Moya. Auch der Blick über die Bananenplantagen und Fischerdörfer zwischen San Felipe und El Puertillo gehören wohl zu den Highlights der Nordküste Gran Canarias. Weiter nach Westen blickend erfasst das Auge die Stadt Galdar, welche ebenfalls spektakulär auf einem Vulkankegel liegt.

Im Hintergrund taucht besonders vor Sonnenuntergang gut sichtbar die Silhouette des auf der Nachbarinsel liegenden Vulkans El Teide auf. Er ist mit mehr als 3700 Metern der höchste Berg von ganz Spanien!

Der Tagoror del Gallego ist eine der immer noch zahlreich auffindbaren Orte, an dem noch etwas übrig geblieben ist vom Zauber des wahren Gran Canarias. Ein Ort den wohl die wenigsten Touristen besuchen – denn fast niemand weiss überhaupt etwas von seiner Existenz.