Highlight unter Gran Canarias Flugrevieren

Soaring und Thermik in abwechslungsreicher Landschaft

Leider nicht jederzeit befliegbar ist das wunderschöne Revier in der nähe von Agaete am nordwestlichen Ende Gran Canarias. Um hier an der Hangkante zu soaren, oder gar Streckenflüge zu unternehmen muss einfach die WIndrichtung passen (und das tut sie nicht so oft wie man es wünscht ...). Der zu 90% in Gran Canaria vorherrschende NNO-Passat ist leider nicht geeignet, vielmehr braucht es für dieses Gebiet einen eher seltenen Westwind. Waschechte Thermikflüge sind hier auch möglich (eine Seltenheit auf der Insel) – diese bildet sich in geeigneter Form jedoch fast nur im Spätsommer.

Vielmehr als an jedem anderen Startplatz sollte man hier auf die Begleitung der "Locals" Wert legen: um überhaupt Streckenflüge ausführen zu können, muß schon vorher geklärt sein, wer den "Chauffeur" macht und die gelandeten Piloten wieder einsammelt. Auch die Anfahrt zum Startplatz ist nicht einfach: Man trifft sich in der Regel in einem Restaurant kurz nach der Schnellstrassenausfahrt (siehe Marker) um dann mit möglichst gut zu besetzten Autos zum Startpunkt hochzufahren (ca. 15 min.). Die Einfahrt zum Startgelände ist nur extrem schwer zu finden – bei einem von dutzenden völlig unauffälligen Feldwegen muß im richtigen Moment von der Bergstrasse abgebogen werden, um das ca. 700m hoch gelegene Plateau vor der Hangkante zu erreichen.

Erstmal oben angekommen, ist alles gar nicht mehr so schlimm. Der Startplatz selbst eignet sich auch für "blutige" Anfänger, das Plateau ist mehr als ausreichend groß um wieder dort zu landen. Auch Drachen/Delta-Flieger finden hier ein wirklich attraktiven Startplatz vor.

Flug-Karte Pico de Viento


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Die möglichen Flugrouten

Passt der Wind ideal, so muss nur ein paar Schritte angelaufen werden, um in die Aufwärtsströmung zu gelangen – schon steigt man schnell ca. 50m – 300m über den Startplatz und kann nur noch wenig falsch machen. Erstmal Höhe machen, dann kann man sicher immer weiter hinaus trauen, um Thermikbärte zu entdecken, oder gar bis zu Wand des Tamadaba-Hochwaldes zu fliegen. Mit etwas Glück trägt es auch hier und man kann bis 1.400m im Aufwind erreichen. Ein herrlicher Blick über das Valle de Agaete unter einem, den Hafen von Agaete "Puerto de las Nieves" westlich und in der Ferne Teneriffa mit seiner Hauptstadt Santa Cruz macht diesen Flug zu einem echten Erlebnis, dass nicht mehr so schnell aus dem Kopf verschwindet. Auch nördlich und östlich sieht man die Steilküste und den prägnanten Kegel des "Pico de Galdar".

Fällt der Wind eher vom nördlichen Ende der brauchbaren Skala ein, ist er kräftig genung und mit ein paar Thermikbärten durchsetzt, so kann man sogar den nächsten Startplatz "Silva" an der Nordküste im Flug erreichen, einige haben es sogar schon zurück bis Las Palmas geschafft!

Reicht der Wind nur knapp, oder ist er eher wechselhaft, sollte man versuchen, sich nahe an den steilsten Stellen vor dem "verhungern" zu retten. Wenn es nicht reicht, geht die Welt auch nicht unter, unterhalb der Felswand kann man fast überall problemlos landen, einzig einige Kakteen können einem Leid zufügen. Der Weg zur nächsten Strasse, wo man abgeholt werden kann, ist natürlich auch nicht angenehm, aber man überlebt es ...

Landeplätze

Toplanden ist in Gran Canaria schon fast der Standard, wer "zur Abwechslung" gerne mal an anderer Stelle landet, wählt üblicherweise das westlich wom Startplatz gelegene Fussballfeld – bei guten Bedingungen problemlos erreichbar. Hier ist es fast sicher, das man von einem Fliegerkollegen zügig wieder abgeholt und zum Parkplatz zurückgebracht wird.

Man kann auch direkt in der Nähe des Parkplatzes landen, Steine, Geröll und sogar teilweise Glasscherben dort sind aber nicht gerade Balsam für den "Parapente".

Aussenlandungen sind natürlich an vielen Stellen mehr oder weniger gut möglich, wichtig ist nur das auch eine Abholung vereinbart ist.

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entry #1 by Genuinely when someone doesn't know after that its up to other people that they will help, so here it happens.

05/19/2017 17:35 — daniwestmoreland at gmail dot com

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